Die frühere südkoreanische Regierungspersonlichkeit Yoon Suk Yeol steht vor einer dramatischen Verantwortung für seine Handlungen, die zu einem umfassenden politischen Chaos führten. Nachdem er im Jahr 2024 durch Massenproteste aus seinem Amt verdrängt und inhaftiert wurde, wird er nun wegen Missbrauchs seiner Macht zur Erschwerung der Justiz angeklagt. Die Anschuldigungen reichen bis hin zu möglichen Hochverratsanklagen, die unter südkoreanischem Recht sogar eine Todesstrafe ermöglichen könnten – ein Szenario, das seit 1997 nicht mehr verhängt wurde.
Yoon versuchte, seine Entmachtung zu umgehen, indem er Sicherheitskräfte mobilisierte und den rechtmäßigen Haftbefehlen des Korruptionsaufklärungsamtes widerstand. Seine öffentliche Ansprache am 3. Dezember 2024 zur Ausrufung des Kriegsrechts wurde von der Justiz als Verstoß gegen die Verfassung kritisiert, da er nur wenige Regierungsmitglieder über seine Pläne informierte. Das Gericht stellte fest, dass Yoon seinen Einfluss missbrauchte, um Beamte für private Zwecke zu nutzen und staatliche Strukturen zu untergraben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem vor, Militär- und Polizeikräfte einzusetzen, um das Parlament abzuriegeln und die Aufhebung des Kriegsrechts zu verhindern. Obwohl weitere Klagen und Berufungsverfahren andauern, droht Yoon eine langfristige Haftstrafe – ein Beispiel für die Konsequenzen seiner politischen Entscheidungen.