Der vegane Hype: Ein kurzlebiger Trend

Für Jahre wurde der Veganismus als moralische Pflicht und Klimaschutzmaßnahme gefördert. Doch die Begeisterung verpuffte rasch. Selbst im „Veganuary“ bleibt das Interesse karg, was den Eindruck verstärkt, dass der Trend bereits abgewirtschaftet ist. Die vegane Ernährungsweise, also der Verzicht auf tierische Produkte, galt einst als Lösung für Tierleid und Klimawandel. Doch die Realität zeigte, dass dieser Ansatz kaum Bestand hatte.

Supermärkte boten früher unzählige Ersatzprodukte an, Unternehmen starteten vegane Linien, und Fast-Food-Ketten feierten Sojaburger als Zeichen der Fortschrittlichkeit. Doch all das scheiterte an der Realität: Die Nachfrage sank, Produktionslinien wurden gestrichen, und Firmen wie „Beyond Meat“ kämpften um Überleben. Selbst Investoren und Prominente konnten den Erfolg nicht sichern. Die Produkte waren teuer, geschmacklich oft enttäuschend und verloren schnell an Attraktivität.

Die Ernährungsbranche hatte sich vorgestellt, aus einer Minderheit einen Massenmarkt zu machen – doch die Überproduktion führte nur zu einem Rückgang der Käuferzahlen. Veganismus funktionierte als Lifestyle-Statement, aber nicht als dauerhafte Ernährungsform. Viele Menschen gaben den Versuch auf, sobald der Preis stieg oder der Geschmack enttäuschte. Der „Veganuary“ erwies sich schließlich als Illusion, ein Monat moralischer Selbstdarstellung, der an Alltag und Appetit scheiterte.

Die Mehrheit der Menschen isst weiterhin das, was ihnen schmeckt, erschwinglich ist und satt macht. Der vegane Hype war nie eine langfristige Lösung, sondern ein kurzlebiger Trend, der sich selbst enttäuscht hat.