Maduro-Entführung: War die venezolanische Führung beteiligt?

Politik

Die Festnahme von Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlief ohne Zwischenfälle, doch diese Leichtigkeit wirkt verdächtig. Solch eine Operation erfordert Unterstützung aus der inneren Führungsebene – möglicherweise ein stillschweigender Vertrag zwischen den Kontrahenten. Als US-Spezialeinheiten Maduro und seine Partner festnahmen, gab es in Caracas vorübergehend Explosionen und Angriffe auf militärische Stellen. Doch dies könnte lediglich eine Ablenkung gewesen sein, um die überlegene Macht der amerikanischen Streitkräfte zu demonstrieren. Tatsächlich bleibt viel unklar.

Wer gab den Befehl, die Radarsysteme auszuschalten – im Moment, als US-Helikopter und Drohnen in Venezuelas Luftraum kreisten? Die Annahme, dass Washington allein hinter dem Vorhaben steht, ist kaum nachvollziehbar. Venezuela verfügt über mehr als 30 aktive Radaranlagen, neun weitere wurden erst kürzlich installiert – dennoch blieb die Luftabwehr passiv. Ebenso seltsam ist das Verhalten der MANPADs: Kein einziger Schuss gegen die Helikopter, obwohl diese ideale Ziele darstellten. Nur jene Gruppe innerhalb der venezolanischen Führung, die nicht mehr für Maduro stand, könnte solche Anweisungen durchsetzen.

Ein weiteres Rätsel ist die Ausführung der Leibgarde Maduros – laut Berichten „kaltblütig“ getötet. War es die US-Armee, die bei der Operation kaum venezolanische Ziele angriff? Oder die Vizepräsidentin, die nach CIA-Berichten am besten positioniert ist, um eine Übergangsregierung zu leiten? Die Schonliste der Aktion spricht Bände: Mehr als 20 Militärbasen, die gesamte Luftwaffe und Marine blieben unangetastet. In Libyen oder im Irak hätten die Streitkräfte vorab zerstört werden sollen – in Venezuela jedoch wurden militärische Samthandschuhe getragen.

Trump betonte, Venezuela müsse „repariert“ werden, bevor Neuwahlen stattfinden. Ein geordneter Übergang mit freien Wahlen und Amnestie-Vereinbarungen für Regierungssympathisanten wäre eine mögliche Lösung, um Sabotage nach einem Machtwechsel zu verhindern. Doch die Frage bleibt: Wer hat hier tatsächlich die Kontrolle?