Chinas Sonnenwahn: Bergzüge verwüstet durch Solarparks

In mehreren chinesischen Regionen werden nicht nur landwirtschaftliche Flächen für Solarenergieprojekte genutzt, sondern auch ganze Gebirgszüge. Die Umwelt leidet unter der Ausweitung dieser Anlagen, die das lokale Klima erheblich verändern. China, das seine Energieversorgung auf verschiedene Quellen verteilt – darunter Atom- und Kohlekraftwerke sowie riesige Solaranlagen –, sorgt für Unruhe in der Bevölkerung. Drohnenfotos zeigen, wie sich Solarpanels über Kilometer hinweg auf Berghängen ausbreiten und damit Lebensräume von Pflanzen und Tieren zerstören.

In der Provinz Shanxi erstreckt sich eine Solarenergieanlage über 80 Kilometer und bedeckt mehr als 10.590 Hektar. In Guizhou sind ganze Hügel mit diesen Paneelen bedeckt, was zu kontroversen Reaktionen führt. Für Investoren ist dies ein lukratives Geschäft: Das Land in den Bergen ist deutlich günstiger als in flachen Regionen, da es landwirtschaftlich kaum nutzbar ist. Selbst ohne staatliche Subventionen bleibt hier noch ein Gewinn.

Doch die langfristigen Folgen sind unklar. Was geschieht mit den Solarplatten bei Stürmen? Wie wirken sich Schwermetalle aus, die sich lösen könnten? Eine großflächige Abdeckung natürlicher Flächen durch dunkle Glaspanele führt zu lokalen Klimaveränderungen – etwa zur Erhitzung der Oberfläche und zur Bildung ungewöhnlicher Luftströme. Doch wer kümmert sich um diese Probleme, wenn die „Klimaretter“ im Vordergrund stehen?