Zerfall des Regimes: Irans Mullahs verlieren die Kontrolle

Massenproteste brechen in den iranischen Städten aus, als die Bevölkerung das autoritäre System der religiösen Oligarchie in Frage stellt. Vor allem Händler und Unternehmer, die sich jahrelang unter der wachsenden Inflation und wirtschaftlichen Misere quälten, starteten den Aufruhr. Die Basare wurden geschlossen, da das staatliche Geld nicht mehr genug bringt, um den Alltag zu finanzieren. Mit einer Inflationsrate von über 50 Prozent und einem Devisenmarkt, der für einen Dollar 1,4 Millionen Rial verlangt, zerbricht die Existenzgrundlage vieler Familien. Die Machtelite sichert sich durch Korruption und illegale Vermögensverwaltung, während die einfachen Bürger zusehen, wie ihre Lebensqualität rapide abnimmt.

Die Regierung reagiert mit gewaltsamen Einsätzen: Tränengas und Schlagstöcke werden eingesetzt, um die Demonstrationen zu unterdrücken. Präsident Masoud Pezeshkian spricht von „Dialog“ und „Reformen“, doch solche Versprechen sind leer, da das gesamte System durch Korruption und mangelnde Effizienz zerstrukturiert ist. Die Menschen wissen: Solche Maßnahmen helfen nicht. Unterstützung kommt von Reza Pahlavi, dem Sohn des vertriebenen Schahs, der die Bevölkerung auffordert, das Regime zu stürzen. Er appellierte auch an die Sicherheitskräfte, sich auf die Seite der Zivilbevölkerung zu stellen.

Ob das Mullah-Regime noch lange besteht, bleibt unklar. Doch wie 1979 die Massenproteste den Schah vertrieben, könnte sich nun der Widerstand gegen die religiöse Diktatur richten – mit der Rückkehr des Schahs als möglicher Folge.