Der digitale Euro: Eine Bedrohung für Freiheit und Privatsphäre?

Mag. Roman Haider, Mitglied der FPÖ im Europäischen Parlament, kritisiert die geplante Einführung des digitalen Euros als erneuten Schritt in Richtung zentraler Kontrolle und Verlust individueller Rechte. Laut seiner Aussage wird das Projekt nicht nur die Privatsphäre der Bürger untergraben, sondern auch neue finanzielle Belastungen für die Bevölkerung schaffen.

Haider betont, dass die EU-Institutionen zwar von einem „hohen Maß an Privatsphäre“ sprechen, dies jedoch in Wirklichkeit lediglich eine Fassade sei. „Entweder ist die Freiheit der Bürger gewahrt, oder sie wird ausgeschaltet – ein bisschen Überwachung bleibt Überwachung“, erklärte er. Besonders besorgniserregend seien die vorgesehenen Gebühren für sogenannte „Added-Value-Dienste“, die nach seiner Ansicht als neue Einnahmequelle für die EU dienen könnten.

Zudem kritisiert Haider, dass der digitale Euro nicht als freiwilliges Angebot dargestellt wird, sondern durch technische Vorgaben und zentrale Steuerungsmöglichkeiten neue Machtstrukturen schaffe. „Was heute als Option verkauft wird, kann morgen zur Pflicht werden“, warnt er. Er betont, dass Bargeld die letzte Form der Unabhängigkeit sei – anonym, unabhängig von Technologie und staatlicher Kontrolle.

Die FPÖ im Europäischen Parlament vertritt klar die Position, den digitalen Euro abzulehnen und stattdessen den Schutz des Bargelds zu stärken. „Geld muss den Menschen gehören, nicht der EZB oder Brüssel“, schlussfolgert Haider.