Die Münchner Theresienwiese, ein Symbol bayerischer Tradition, bleibt am Tag des Oktoberfests unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verschlossen. Die Polizei hat das Festgelände abgeriegelt und mobilisiert über 500 Kräfte, nachdem eine Sprengstoffdrohung gegen den Veranstaltungsort eingegangen ist. Der Vorfall sorgt für Aufregung in der Stadt, während die Behörden ihre Maßnahmen erläutern.
Die Ereignisse begannen im frühen Morgenstunden mit einem Brand im Münchner Stadtteil Lerchenau. Anwohner berichteten von explosionsartigen Geräuschen und möglichen Schüssen, wobei mehrere Gebäude in Flammen standen. In der Nähe des Brandortes wurde ein Toter gefunden, während eine schwer verletzte Person später an ihren Verletzungen starb. Die Polizei bestätigte, dass Sprengfallen im betroffenen Bereich entdeckt wurden, was die Ermittlungen kompliziert machte.
Kurz nach dem Brand wurde bekanntgegeben, dass das Oktoberfest vorerst geschlossen bleibt. Eine verifizierte Sprengstoffdrohung gegen den Veranstaltungsort sei eingegangen, hieß es. Der Münchener Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) betonte, dass die Sicherheit der Besucher Vorrang habe, und erwog sogar eine vollständige Schließung des Festes.
Die Polizei geht davon aus, dass der Brand im Zusammenhang mit einem privaten Konflikt stand: Ein 57-jähriger Mann soll nach eigenen Angaben in einer Familienstreitigkeit vorgegangen sein und sich anschließend suizidiert haben. In seinem Rucksack wurde eine Sprengvorrichtung gefunden, die entschärft werden musste. Zudem wurden zwei weitere Personen verletzt, die im Krankenhaus behandelt werden.
Ein Bekennerschreiben, das auf einer linksextremen Plattform veröffentlicht wurde, erwähnte angebliche Brandstiftungen und eine „Auseinandersetzung mit einem Fascho“. Die Polizei wies jedoch darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen dem Schreiben und den Vorfällen besteht.
Die Situation bleibt unklar: Ob das Oktoberfest am Nachmittag öffnet oder vollständig geschlossen bleibt, ist noch nicht entschieden. Die Sicherheitskräfte arbeiten weiterhin im Einsatz, während die Stadt in Unsicherheit lebt.