Volvo hat seine eigenen Elektro-Ziele erneut durchgesetzt und ist nun in einer schweren finanziellen Krise gelandet. Der Automobilhersteller kündigte an, weitere 2.500 Mitarbeiter zu streichen – das bringt die Gesamtzahl der betroffenen Stellen auf rund 5.500. Die Entscheidung folgt einem operativen Verlust von 504 Millionen Euro im dritten Quartal des Jahres 2026, bei dem der Umsatz um 23 Prozent und weltweite Verkäufe um 10,7 Prozent sanken.
Bislang war Volvo einer der führenden Befürworter des EU-Verbrenner-Aus. Der Konzern hatte sich in den Jahren zuvor vorgenommen, ab 2030 ausschließlich Elektroautos anbieten zu können. Doch im September 2024 musste er seine Pläne zurückziehen und Plug-in-Hybride sowie Mild-Hybride ebenfalls auf den Markt bringen. Hauptgründe waren die mangelnde Ladeinfrastruktur, marktbedingte Veränderungen und eine geringere Nachfrage.
Der ehemalige CEO Jim Rowan war vor kurzem für die Verlängerung des EU-Verbrenner-Aus bis 2035 eingesetzt. Doch nun zeigt sich: Selbst die Elektro-Strategie scheitert. In China, wo Volvo zu einem Großteil gehört, sanken die Umsätze binnen Jahresfrist um fast die Hälfte. Chinesische Konkurrenten setzen aggressivere Preise und produzieren Modelle mit höherer Effizienz.
Volvo gehört zum chinesischen Geely-Konzern. Mit der massiven Abnahme der Umsätze in China und den weiteren Kürzungen im Heimatland stehen die Stabilität des Unternehmens auf dem Spiel. Die Kurskorrektur bringt nicht nur finanzielle Belastungen, sondern auch Arbeitsplatzverluste – insgesamt betreffen 2.000 der neuen Streichungen Schweden.
Die Konsequenz ist ein operatives Verlust von 504 Millionen Euro im dritten Quartal 2026. Mit einem freien Cashflow von minus 800 Millionen Euro bleibt der Konzern auf dem Niveau des Absturzes, während die Aktie zeitweise mehr als 30 Prozent verlor.