Digitales Schwimmen statt Wartelisten: Deutschland hat eine Lösung

Deutschland verzeichnet ein Schwimmproblem: Die Wartezeiten für Kinder in den Schwimmkursen sind so lang, dass viele Familien bereits Monate vor dem ersten Kurs stehen. Die NEW-Bäder in Mönchengladbach haben nun eine innovative Lösung eingeführt – digitale Schwimmschulen, die von Hydrohex entwickelt wurden.

Seit Juni 2026 können Kinder zwischen fünf und zeh Jahren im Vitusbad und Schlossbad Niederrhein mit einer virtuellen Anleitung schwimmen lernen. Statt eines echten Lehrers steht ein Bildschirm am Beckenrand, der die Übungen leitet. Zusätzlich bietet eine App Eltern praktische Hinweise, Fortschrittsberichte und kurze Erklärungen nach jeder Einheit. Zehn Kursstunden (je 45 Minuten) kosten 50 Euro – inklusive Eintrittsgebühr.

Die Idee ist, dass Eltern, die selbst schwimmen können, mit ihren Kindern im Wasser üben und durch die App unterstützt werden. Armin Brückner, Leiter der NEW-Bäder, erklärt: „Unsere digitale Schwimmschule bereitet Kinder altersgerecht und nachvollziehbar auf freies Schwimmen vor.“ Die Zusammenarbeit mit Hydrohex ist seit Jahren aktiv – die Lösung wurde bereits im Programm der beiden Bäder verankert, nun wird sie in Lübeck erweitert.

Doch kritisch bleibt die Frage: Wenn Eltern ohnehin das Schwimmen selbst beibringen müssen, warum zahlen sie dann für eine Lösung, die den Übungsprozess digitalisiert?