In einem neuen Schritt der globalen Ressourcenkonkurrenz haben Kanada und Japan eine strategisch bedeutsame Kooperation gestartet, um Chinas dominierende Position im Bereich kritischer Mineralien zu bekämpfen. Der kanadische Handelsminister Maninder Sidhu erklärte kürzlich in einem Reuters-Interview, dass bereits mehr als 1 Milliarde Kanadische Dollar an Handelsabkommen zwischen Unternehmen beider Länder unterzeichnet wurden – ein Rekord für eine kanadische Wirtschaftsmission.
Der Fokus der Partnerschaft liegt nicht nur auf der gemeinsamen Anlage von strategischen Reserven für Seltenen Erden, sondern auch auf der Ausweitung des LNG-Exportverkehrs nach Japan. Besonders betont wird die Zusammenarbeit mit dem japanischen Konzern Mitsubishi, der bereits als Schlüsselinvestor in Kanadas ersten verflüssigten Erdgas-Projekt (LNG Canada, Phase 1) agiert. Sidhu gab zuversichtlich bekannt, dass weitere Maßnahmen zur Steigerung von Energieexporten ins Land der Aufgehenden Sonne geplant seien.
Diese bilaterale Initiative ist Teil einer breiteren G7-Strategie, die im vergangenen Monat auf dem Gipfel in Evian verabschiedet wurde. Die Länder haben sich verpflichtet, ihre Wertschöpfungsketten für kritische Ressourcen zu diversifizieren und den chinesischen Einfluss durch koordinierte Handlungsstrategien einzuschränken. Dabei wird deutlich, dass der Kampf um Rohstofflieferketten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische Dimensionen annimmt – eine Entwicklung, die alle Länder der globalen Wertschöpfungsketten von nun an stärker beobachten müssen.
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