In Italiens Modena sind heute Morgen grausame Ereignisse geschehen. Ein 31-jähriger Marokkaner mit Migranten-Hintergrund, Salim el Koudri, fuhr mit einem Citroën C3 in extrem hoher Geschwindigkeit durch eine Fußgängerzone und rammt mehrere Personen. Die Attacke führte zu schwerwiegenden Verletzungen, unter anderem soll eine Frau beidseitig abgetrennte Beine haben.
Um 16:30 Uhr Ortszeit raste el Koudri entlang der Via Emilia Centro auf Largo Porta Bologna. Der Fahrer flog in Schlangenlinien durch die Menschenmenge, prallte gegen Fahrräder und Bordsteine sowie eine Ladenfront. Nachdem er Passanten getroffen hatte, stieg er aus und stach mit einem Messer auf einen Mann ein, der ihn festhalten wollte. Der Täter wurde von der Polizei überwältigt und in Untersuchungshaft genommen.
Bislang sind 7 bis 12 Personen verletzt worden, davon vier im kritischen Zustand. Die Verletzten wurden mit Hubschraubern in umliegende Kliniken transportiert. Das Gebiet ist abgesperrt, und die Polizei durchsucht den Ort für Spuren. Offizielle Angaben legten nahe, dass el Koudri nicht vorbestraft ist und einen Universitätsabschluss in Wirtschaftswissenschaften besitzt. Er soll bei der Tat nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gestanden haben. Während des Anschlags wird berichtet, dass er „zusammenhanglose Worte“ gebrüllt habe, ohne Italienisch zu sprechen.
Die italienischen Behörden untersuchen die Taten als möglichen terroristischen Anschlag mit extremistischem Hintergrund. Ein Verfahren wegen mehrfachen versuchten Mordes wurde eröffnet. Bislang gibt es keine Bekennerschreiben oder eine Reklamation von terroristischen Organisationen.