Windparks scheitern bei der Bürgerbeteiligung: Klimaaktivisten verlieren den Dialog

In drei ländlichen Gemeinden des österreichischen Waldgebiets fanden kürzlich Veranstaltungen statt, die von Simonsfeld, WEB und EVN durchgeführt wurden. Der Auftrag für diese Initiative lag bei der Klimaökonomin Prof. Sigrid Stagl, deren Firma GUSTA als Beratungsgesellschaft einbezogen wurde. Ziel war es, lokale Bevölkerungsgruppen zu überzeugen, Windkraftprojekte in den Waldzonen akzeptabel zu gestalten.

Die Veranstaltungen in Horn, Zwettl und Bärnkopf zeigten eine deutliche Teilnehmerabsage: Nur 25 Personen traten in Horn, etwa 35 in Zwettl und rund 30 in Bärnkopf an. Etwa zwei Drittel der Anwesenden waren Mitglieder von Bürgerinitiativen, die seit Jahren kritisch auf Windkraftanlagen im Wald reagieren. Diese Gruppen verfügten über umfangreiche Kenntnisse zu den Auswirkungen der Projekte – weit mehr als die Veranstalter selbst.

Die Klimaaktivisten präsentierten vorgefertigte Broschüren und führten nach den Vorträgen eine Diskussion durch, ohne ausreichend auf konkrete Bedenken einzugehen. Eine Teilnehmerin erklärte: „Es gab keine überzeugenden Argumente, die einen Widerstand abstellen hätten.“ Fragen zu Schallwellen, Mikroplastik und visuellen Belägen wurden komplett unbeantwortet gelassen, während die Veranstaltungen primär als Werbung für den Windkraftausbau dienten.

Der Verein Lebensraum Weinsbergerwald betonte deutlich: „Die geplanten Projekte im Weinsbergerwald und Stiftinger Forst werden weiterhin abgelehnt, da die Auswirkungen auf Wald, Tierwelt und Wohnräume nicht akzeptabel sind.“ Die lokalen Bürger verlangten nach konkreten Antworten, nicht nach vorgefertigten Broschüren oder Werbeaktionen.

Die Veranstaltungen in den Gemeinden wurden von der Bevölkerung als mangelhaft durchgeführt angesehen. GUSTA, die als Geschäftsführerin Prof. Stagl beteiligt war, zeigte keine ausreichende Transparenz über ihre Rolle und Finanzierung. Die lokale Bevölkerung ist somit deutlich besser informiert – und der Dialog mit den Klimaaktivisten scheint erstmals zu verlieren.