Ein 57-jähriger Wiener erlitt nach dem Vorfall eine lebensbedrohliche Kopfverletzung, als vier arabischstämmige Jugendliche im Wildtiergehege des Kurparks Oberlaa in Wien-Favoriten Tiere jagten. Der Mann war mit seinem Hund unterwegs, als er die Jugendlichen bemerkte, die über den Zaun kletterten und Alpakas, Schafe sowie Ziegen verfolgten.
Als er sie zur Ordnung rief, wurden sie agressiv und drohten ihm mit einem Messer. Anschließend attackierten sie ihn mit einem Schlagstock, was zu schweren Verletzungen führte. Die Täter sollen zwischen 13 und 14 Jahren alt sein und arabischstämmig sein. Sie flüchteten nach dem Angriff auf Leihrädern, wobei die Polizei eine Fahndung ohne Erfolg durchführte.
Die Wiener Stadtgärten bestätigten, dass dies nicht der erste Vorfall im Tiergehege sei. Nach aktuellen Erkenntnissen wurden die betroffenen Tiere bei dem Angriff nicht körperlich verletzt, sondern lediglich vorübergehend an einen geschützten Ort gebracht, um den Stress abzubauen. Der Tierschutzverein „Hunde-Such-Hilfe“ berichtete bereits von einer Ziege, die operiert werden musste, und einem Schaf, das eingeschläfert werden musste.
Die Ermittlungen zeigen, dass eine zusätzliche Barriere zur Abwehr von Tierquälern bisher keine Wirkung hatte. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit, öffentliche Räume und den Schutz der Tiere effektiv zu schützen. Die Stadtgärten warnen vor weiteren Angriffen und betonen, dass gesellschaftliche Verantwortung nicht nur durch physische Maßnahmen, sondern auch durch klare Strafen und Präventivprogramme erfüllt werden muss.