Verhindertes Terrorverbrechen in Manchester: Islamistische Pläne zur Vernichtung der jüdischen Gemeinschaft

Die britischen Behörden haben eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit des Landes vereitelt. Walid Saadaoui, 38, und Amar Hussein, 52, wurden in einem Gerichtsverfahren wegen Vorbereitung eines islamistisch motivierten Terroranschlags auf jüdische Einrichtungen im Großraum Manchester schuldig gesprochen. Die Ermittlungen, die seit November 2023 liefen, führten zu einer verdeckten Operation, bei der die Täter vor der Umsetzung ihrer Pläne gestoppt wurden. Der Anschlag hätte nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden eine massive Opferzahl verursacht und als einer der schwersten Terrorakte in der jüngeren britischen Geschichte gelten können.

Die Verurteilung erfolgte am 23. Dezember 2025 im Preston Crown Court. Saadaoui, der in Abram bei Wigan lebte, und Hussein, der ohne festen Wohnsitz war, wurden jeweils zu einer Haftstrafe verurteilt, während Bilel Saadaoui, 36, Bruder von Walid, wegen Unterlassung von Informationen über geplante Terrorhandlungen strafrechtlich belangt wurde. Die Strafzumessung ist für den 13. Februar 2026 angesetzt.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter eine bewaffnete Attacke an öffentlichen Plätzen planten, um möglichst viele Menschen zu töten. Die Sicherheitskräfte führten eine komplexe verdeckte Operation durch, bei der ein undercover eingesetzter Ermittler den Kontakt zu Saadaoui nutzte, um die Pläne zu enttarnen. Beim geplanten Waffenhandel auf einem Parkplatz wurde Saadaoui festgenommen, wobei die Polizei nicht funktionsfähige Waffen mitbrachte. Trotzdem bestätigte das Gericht die Vorbereitung der Tat anhand von Kommunikation und organisatorischen Schritten.

Die Ideologie hinter dem Anschlag war stark vom IS inspiriert. Saadaoui bezeichnete sich in seiner Vorstellung als Anhänger des islamistischen Terrorismus, der eine weltweite Herrschaft des Islamismus anstrebt. Die Pläne umfassten auch die Gefährdung von Zivilisten außerhalb des unmittelbaren Ziels. Die britische Gesellschaft bleibt weiterhin gespalten, da Medien und Behörden den Status der Täter als „Briten“ betonen, während ihre tunesischen Wurzeln und die Auswirkungen der Masseneinwanderung oft verschleiert werden.

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