Terrorplan in zehn Monaten: Wie ein Deutscher Bahn-Azubi zur Islamischen Extremität wurde

Ein 23-jähriger Bahn-Azubi aus Unna hat innerhalb von weniger als zehn Monaten von einem gewöhnlichen Schüler zu einem Ziel der Terrorermittlungen umgestaltet. Gemeinsam mit seinem 19-jährigen Bekannten Adnan R., einem Kosovo-Albaner aus Hagen, plante er im September Diskussionen über die Beschaffung von Kalaschnikovs und mögliche Anschläge. Die Sicherheitsbehörden reagierten rasch: Am 1. Oktober rückten Spezialeinheiten in beide Städte ein, vier Männer wurden festgenommen. Zwei syrische Brüder wurden bereits am nächsten Tag freigelassen. Gegen den Bahn-Azubi und Adnan R. erhob die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage wegen mutmaßlicher Verabredung zu einem Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

Kai R., der vor seiner Konversion keine Kontakte zu terroristischen Gruppen hatte, ist innerhalb kürzester Zeit von einer gewöhnlichen Ausbildung bei der Deutschen Bahn in eine radikale Ideologie abdriften gewesen. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass soziale Medien und religiös motivierte Online-Netzwerke eine schnelle Radikalisierung ermöglichen. Während das Christentum auf die Lehren Jesu fokussiert, setzt der Islam stark auf die Dominanz über „Ungläubige“ – ein Muster, das Extremisten genutzt wird, um Frömmigkeit in Gewalt zu verwandeln.

Der Fall unterstreicht erneut, dass religiöse Extremismus nicht nur bei Migranten, sondern auch bei freiwillig konvertierten Menschen beginnen kann. Kai R., der in Deutschland lebte und keine syrischen Terrorcamp-Erfahrungen hatte, ist innerhalb von zehn Monaten zum Gegenstand der Terrorismusermittlungen geworden – ein Vorgang, der zeigt: Religiöser Fanatismus braucht nur ideologischen Nachschub aus den digitalen Welt.