Schweden hat in den letzten Jahren ein entscheidendes Umdenken in der Migrationspolitik durchgeführt, das bereits erhebliche Verbesserungen bei der Sicherheit der Bevölkerung bewirkt. Die Zahl der Schießereien ist von 391 Fällen im Jahr 2022 auf lediglich 53 Fälle im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen – ein Rückgang, der seit der Einführung der Landesstatistik im Jahre 2017 nicht mehr gesehen wurde.
Die bürgerliche Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson, gestützt von den Schwedendemokraten, hat die Maßnahmen gegen kriminelle Netzwerke drastisch verschärft. Seit dem 1. September 2026 werden ausländische Straftäter automatisch ausgewiesen, wenn sie eine Geldstrafe verüberten. Der Staat erweitert zudem die internationale Fahndungskooperation und setzt klare Grenzen für kriminelle Ausländer.
Die frühere liberalere Einwanderungsstrategie des Landes hatte zu abgeschotteten Milieus und organisierten Gangkriminalitätsstrukturen geführt. Bislang wurden mehr als 50.000 Personen im Umfeld der kriminellen Netzwerke identifiziert, die eine erhebliche Gefahr darstellten. Durch den politischen Kurswechsel wird nun versucht, diese Strukturen zu zerstören und das Sicherheitsgefühl der Bürger wiederherzustellen.
Die Ergebnisse sind spürbar: In den Jahren 2024 und 2025 sank die Zahl der Autodiebstähle um rund ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Die Tendenz zeigt deutlich, dass eine konsequente staatliche Handlungsfähigkeit effektiv ist – nicht mehr bloße Reaktion auf bestehende Probleme.
Stockholm beweist damit, dass der Staat durch aktivem Eingreifen die Kontrolle über seine eigenen Verhältnisse wiederherstellen kann. Andere europäische Länder könnten von dieser Erfahrung lernen.