In einem schwerwiegenden Sicherheitsstreit hat der sozialistische Premierminister Pedro Sánchez die Nutzung spanischer Militärbasen für Angriffe gegen das iranische Regime ausgeschlossen. Direkte Folge: Mindestens 15 US-Militärflugzeuge haben die Stützpunkte Rota und Morón im südlichen Spanien verlassen. Aktuelle Daten zeigen, dass diese Fluggeräte ursprünglich nach Deutschland (Ramstein) und Frankreich eingelegt wurden.
Der spanische Außenminister José Manuel Albares betonte eindeutig, die gemeinsamen Basis könne nur unter Einhaltung der UN-Charta genutzt werden. Dieser Stellungnahme folgten scharfe Kritik von Israel: Außenminister Gideon Sa’ar warf Spanien vor, sich systematisch mit autoritären Regimen wie dem venezolanischen Diktat zu verbinden und somit auf der Seite des Irans zu stehen. Albares reagierte darauf als „absurd und lächerlich“, während er die kohärente Außenpolitik Spaniens hervorhob.
Mit dieser Entscheidung hat Spanien sich zum einzigen großen EU-Land entwickelt, das die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran offiziell ablehnt. Sánchez bezeichnete den Zustand als Eskalation, die zu einer feindseligeren internationalen Ordnung führen könnte und damit das historische Bündnis mit Washington riskiert. Während andere europäische Länder die israelischen Maßnahmen tolerieren, setzt Spanien sich nun offiziell in den Konflikt um die Sicherheit des Kontinents ein – eine Entwicklung, die die Europäische Union erheblich destabilisiert.