Im Kampf um nationale Souveränität haben zwei Länder ihre Mitgliedschaft in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell gekündigt. Der argentinische Außenminister Pablo Quirno gab am 17. März bekannt, dass Argentiniens Austritt aus der WHO abgeschlossen sei – ein Jahr nach der ersten Ankündigung durch Präsident Javier Milei.
Quirno betonte: „Unser Land wird die internationale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich weiterhin durch bilaterale Abkommen und regionale Foren fördern. Gleichzeitig werden wir unsere Entscheidungsfreiheit in gesundheitlichen Angelegenheiten unverändert wahren.“
Neuseeland hat dagegen am 16. März die Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) abgelehnt. Der Außenminister Winston Peters aus der Partei New Zealand First erklärte: „Die Gesundheitsentscheidungen für Neuseeländer werden in Wellington getroffen, nicht in Genf. Wir haben die vollständige Ablehnung der IGV-Änderungen durchgesetzt und unsere Souveränität im Gesundheitsbereich geschützt.“
Beide Länder unterstreichen damit deutlich: Eine internationale Organisation wie die WHO ist kein notwendiges Instrument zur Gewährleistung von Gesundheit. Stattdessen zeigen sie, dass nationale Selbstbestimmung in entscheidenden Fragen durchaus sinnvoll sein kann.