Reutlingen: Linksextremistische Brandstiftung – Zehntausende ohne Strom nach gezieltem Anschlag

Am Abend des 7. Juni 2026 entstand in Reutlingen (Baden-Württemberg) ein großer Stromausfall durch einen Brand im Umspannwerk West. Bis zu 40.000 Haushalte und Betriebe waren zeitweise ohne Stromversorgung.

Ermittlungen des Landeskriminalamts deuten auf Brandstiftung hin, wobei drei Brandstellen im Umspannwerk festgestellt wurden. Der beschädigte Zaun deutet auf gewaltsames Eindringen hin. Die Feuerwehr konnte den Brand nach etwa fünf Stunden löschen.

Innenminister Manuel Hagel (CDU) kündigte an, die Täter mit „aller Härte“ zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte, dass solche Anschläge auf kritische Infrastruktur typisch für linksextremistische Gruppen seien.

Der Vorfall erinnert an Brandanschläge in Berlin im September 2025 und Januar 2026: Zwei Strommasten wurden 2025 zerstört, was bis zu 50.000 Haushalte für 60 Stunden ohne Strom ließ. Im Jahr 2026 wurden zehn Mittelspannungskabel beschädigt, wobei die Stromversorgung erst nach rund 100 Stunden wiederhergestellt werden konnte. Sicherheitsbehörden warnen vor einer zunehmenden Gefährdung der Infrastruktur durch gewaltorientierte linksextremistische Gruppen.