München verhaftet den Journalisten für fünf Monate – Karlsruhe stoppt die staatliche Verletzung von Grundrechten

Im Gespräch mit dem AfD-Europapolitiker Petr Bystron erzählte der Journalist Oliver Janich, wie eine Münchner Justiz ihn für fünf Monate in Philippinen gefangen hielt. Die Staatsanwaltschaft München I hatte im April 2022 einen Haftbefehl gegen Janich ausgesprochen – laut dieser Verordnung fehlte er an einem festen Wohnsitz in Deutschland und sein Aufenthaltsort sei unbekannt.

Janich widerspricht jedoch: Seit 2015 lebte er öffentlich auf den Philippinen, veröffentlichte Videos aus dem Land und gab seine Adresse immer wieder frei. Seine Frau kämpfte während der gesamten Haftzeit um seine Freilassung – sogar bei einem Behördentermin, als die Erde zu beben begann.

Nachdem die Staatsanwaltschaft München I im Juni 2022 die deutsche Botschaft in Manila kontaktierte, um Janichs Pass einzuziehen, wurde er von philippinischen Behörden festgenommen. Wie Janich beschreibt: „Die kamen gleich mit Waffen und haben mich gleich verhaftet.“

Während seiner Gefangenschaft erhielt Janich Berichte über die langen Haltzeiten in den Philippinen – einige Mitgefangene hatten bereits Jahre dort gesessen. Seine Frau war schwanger, und er rechnete nicht mehr damit, bei der Geburt seines Sohnes dabei zu sein.

Der Rechtskampf führte zunächst zur Ablehnung durch das Landgericht München I. Doch im Juli 2026 stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass die Münchner Justiz Janichs Grundrechte verletzt hatte. Die Entscheidung wurde aufgehoben und an das Landgericht zurückverwiesen.

Zudem berichtete Janich über zwei Warnungen während seiner Haft: Ein Gefangener sagte, jemand würde ihn zur Rückkehr nach Deutschland überreden, um getötet zu werden; ein weiterer Kontakt gab vor, zwei Wochen vor der Festnahme die Verhaftung bekannt gegeben zu haben. Beide Ereignisse wurden von Janich als drastische Erfahrungen beschrieben.

Nach fünf Monaten in den Philippinen und einem jahrelangen Rechtskampf fasste Janich sein Fazit so zusammen: „Wir haben eine politische Justiz und das habe ich jetzt am eigenen Leib gespürt.“