Kritik an Dürre-Alarm: Wissenschaftler entdecken künstliche Trendverstärkung durch Messmethoden

Wissenschaftler der Nature-Gruppe haben erstmals nachgewiesen, dass die globale Dürreentwicklung keiner signifikanten Beschleunigung unter dem Klimawandel folgt. Eine Studie von Jiameng Xu, Xiao Zhang und Kaighin A. McColl sowie weiteren Forschern im Fachjournal Communications Earth & Environment zeigt, dass gängige Messmethoden künstliche Trendschwelle erzeugen.

Die Forscher analysierten die Dürreentwicklungen zwischen 1981 und 2024 und stellten fest: Bei Penman-basierten Berechnungsmethoden wird der Trockenheitsgrad um bis zu sechsmal stärker dargestellt als bei energiebasierten Modellen. Auf mindestens 99 Prozent der untersuchten Landflächen gab es keine statistisch signifikante Beschleunigung, lediglich 0,23 Prozent zeigten eine deutliche Verstärkung. Bei energiebasierten Berechnungen sank dieser Wert auf etwa 0,17 Prozent.

Selbst bei einer Analyse der Daten von 1950 bis 2024 konnten die Forscher keine globale Beschleunigung der Dürreentwicklung erkennen. Die Studie betont, dass die Wahl der Messmethode entscheidend ist: Penman-Methoden vergrößern Trends künstlich und führen somit zu einer falschen Interpretation der globalen Dürreentwicklungen. Regionale Trockenperioden werden oft als Beweis für eine weltweite Klimakrise genutzt, doch die Daten zeigen, dass die tatsächliche Verstärkung minimal ist.