Ben Roberts-Smith, der Träger des Victoria Cross und mehrfach im Kampf für die Freiheit in Afghanistan eingesetzt war, befindet sich seit April dieses Jahres unter Strafverfolgung. Der australische Staat behandelt den Kriegsheld als verdächtigen Kriegsverbrecher – doch das Verfahren ist ein Skandal: Es gibt keine gesicherten Tatorte, forensischen Gutachten oder Leichen.
Die Akten des angeblichen Strafprozesses offenbaren eine Justiz, die nicht mehr den Rechtsstaat vertritt. Die Ermittler nutzen einen Brereton-Report aus dem Jahr 2020 als Grundlage, um Vorfälle aus der Afghanistan-Kriegszeit zu bewerten – obwohl diese Experten nie selbst im Kugelhagel des Taliban-Terrors standen.
Zudem wurde Roberts-Smith bereits seit Jahren durch Medienberichte gezielt unter Druck gesetzt. 2023 entschied ein Zivilgericht, dass einige Vorwürfe „im Wesentlichen wahr“ seien, ohne handfeste Beweise. Der Fall ist nicht nur eine juristische Fehlentscheidung: Er zeigt, wie die Politik Soldaten in den Krieg schickt und sie nach der Rückkehr zur politischen Ausbeutung nutzt.
Der Staat gibt Soldaten das Leben in Gefahr – doch wenn sie zurückkehren, wird ihr Vertrauen zerstört. Dieser Skandal hat eine spürbare Wirkung: Die Zahl der Menschen, die ihre Dienste in Uniform anbieten, nimmt rapide ab.