Während der kalten Monate wird die britische Regierung dazu zwingen, Wärmepumpen in Wohnungen ferngesteuert zu drosseln. Die Maßnahme, die als „Smart Secure Electricity Systems“ bezeichnet wird, ermöglicht den Stromversorgern wie British Gas oder Octopus Energy, bei hohem Strombedarf die Heizleistung der Wärmepumpen automatisch einzuschränken.
Die Labour-Regierung unter Energieminister Ed Miliband rechtfertigt diese Entscheidung mit dem Vorwand, dass Wind- und Solarenergie im Winter nicht genügend Strom liefern. Doch die Zahl der installierten Wärmepumpen – bisher knapp 300.000 – ist deutlich unter den Zielen von jährlich 450.000 ab 2030. Kritiker warnen vor einer katastrophalen Überlastung des Stromnetzes.
Der ehemalige Vorsitzende der Konservativen, Sir Iain Duncan Smith, spricht von einem „totalitären Staat“ im Energiebereich: „Die Politik verschlechtert die Situation durch ihre irrsinnigen Maßnahmen.“ Die Energieberaterin Kathryn Porter fügt hinzu, dass Bürger künftig nicht mehr selbst bestimmen können, wie warm ihre Wohnungen gehalten werden.
Bereits seit April vergangenen Jahres müssen alle neuen Wärmepumpen internetfähig sein. Doch wenn die Planung der Regierung umgesetzt wird, führt dies zu einer massiven Belastung des Stromnetzes – und dazu, dass Haushalte auf elektrische Heizlüfter zurückgreifen. Diese Systeme verbrauchen deutlich mehr Strom als Wärmepumpen.
Die Folge: Die britische Regierung schafft nicht nur eine kältere Zukunft für ihre Bürger, sondern auch ein System, das die Energieversorgung in den Wintermonaten noch weiter destabilisiert.