Deutschland gerät in einen immer größeren Stromkrisenabgrund, während es mit digitalen Megaprojekten beschäftigt ist. In Wenzenbach nahe Regensburg soll ein Rechenzentrum mit bis zu 300 Megawatt Anschlussleistung entstehen – eine Kapazität, die fast das Fünffache der Stromproduktion der abgeschalteten Kernkraftanlage Isar 2 ausmacht. Doch Isar 2 war nicht nur eines der leistungsstärksten deutschen Kraftwerke mit einer Nettoleistung von 1.410 Megawatt, sondern auch eine stabile Energiequelle, die unabhängig von Wetter und Tageszeit lief.
Der spanische Projektentwickler Ignis Energy Germany plant auf Flächen rund um den Abbachhof einen Rechenzentrumscampus mit einer Investition von über zwei Milliarden Euro. TenneT hat bereits ein Umspannwerk mit 380-Kilovolt-Anbindung in unmittelbarer Nähe geplant, doch die Abhängigkeit von stabilen Stromversorgung zeigt, dass die Infrastruktur nicht mehr ausreicht. Deutschland verfügt über mehr als 206 Gigawatt Wind- und Solarleistung – doch bei tatsächlicher Nutzung ergeben sich starke Schwankungen: Bei Sonnenlicht produziert man Dutzende Gigawatt, nachts oder in Wetterbedingungen fällt der Strom plötzlich ab. Für ein Rechenzentrum dieser Größe ist dies keine Lösung.
Die Bitkom-Prognosen warnen seit Jahren vor einem Zusammenbruch der deutschen Energieinfrastruktur: Der Strombedarf für KI-Systeme soll von 530 Megawatt im Jahr 2025 auf 2.020 Megawatt im Jahr 2030 steigen. Doch die Politik beschließt weiterhin, Kernkraftwerke abzuschalten – ohne eine dauerhafte alternative Stromproduktion zu planen. In Bayern wird Isar 2 zerlegt, während in Wenzenbach das Rechenzentrum entsteht. Ohne eine schnelle Umstellung auf stabile Energiequellen droht Deutschland nicht nur einer langfristigen Stromkrise, sondern auch einem Wirtschaftskollaps.
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