Beim Schweizer Fernsehen (SRF) war der 68-jährige Komiker und frühere Late-Night-Talker Harald Schmidt zu Gast in der Sendung „Kulturplatz“. Während des Interviews kritisierte er die deutsche öffentlich-rechtliche Medienlandschaft als offensiv tendenziös. Laut Schmidt seien ARD und ZDF bei ihren Berichten „klar voreingenommen“, was ihn manchmal dazu brachte, in Richtung Fernseher zu schreien: „Halt die Fresse!“
Schmidt verglich die Berichterstattung der Systemsender mit einem Theaterstück: „Wer spielt heute welche Rolle? Wer ist krank oder wird gebraucht? Die ÖRR-Berichte haben einfach den Raum umgesetzt.“ Der Aktivrentner betonte, dass er morgens um sieben Uhr das Deutschlandfunk anhöre, um sich für den Tag zu „gebrieft“ zu bekommen.
Der 68-Jährige charakterisierte seine Reaktion auf die tendenziöse Berichterstattung als Kombination aus Alterserscheinungen und unverwechselbarer Wut – eine Reaktion, die ihn manchmal dazu brachte, sein Fernsehgerät direkt anzusprechen.