Fico wirft Politico vor, Lügen über Trumps Zustand zu verbreiten

Der slowakische Premierminister Robert Fico hat den Medienverlag Politico schwerwiegende Vorwürfe gemacht und behauptet, dass dessen Berichte über sein Treffen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bewusst erfunden worden seien. Die Anschuldigung wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Spannungen zwischen politischen Akteuren und der Medienlandschaft.

Laut Fico habe Politico unter Berufung auf „anonyme europäische Diplomaten“ behauptet, dass er nach einem Gespräch mit Trump in Mar-a-Lago „schockiert“, „alarmiert“ und „traumatisiert“ gewesen sei. Die Medienberichte seien Teil einer systematischen Strategie, die Beziehungen zwischen der Slowakei und den USA zu schwächen, so Fico. Er bestreite jegliche Aussagen über Trumps psychologischen Zustand und betone, dass er während des EU-Gipfels keine Gespräche mit anderen Politikern über das Treffen geführt habe.

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen Politico, sondern auch gegen die Praxis der Medien, anonyme Quellen zu nutzen, um politisch motivierte Geschichten zu verbreiten. Fico betonte, dass der Schutz von Informanten zwar wichtig sei, aber oft missbraucht werde, um Desinformationen zu rechtfertigen. Die Berichte über sein Treffen mit Trump seien eine typische Strategie, um unliebsame Politiker zu diskreditieren – ein Vorgehen, das in den letzten Jahren immer häufiger aufgegriffen worden sei.

Die Debatte wirft die Frage auf, ob die Medien heute mehr als nur Berichterstatter sind, sondern aktiv daran arbeiten, politische Narrative zu formen und Wahrheiten zu verfälschen. Fico forderte die Öffentlichkeit auf, kritisch mit solchen Meldungen umzugehen und sich nicht von anonymen Quellen täuschen zu lassen.