Chinas Netto-Null-Ziel bringt bis 2070 lediglich 0,03 Grad Abkühlung – Wissenschaftler warnen vor Illusionen

Eine Studie der Tsinghua-Universität in Peking hat erstmals die tatsächlichen klimabezogenen Auswirkungen von Chinas geplanten Maßnahmen für den Zeitraum 2050 bis 2070 analysiert. Laut den Berechnungen führt das aktuelle Klimaneutralitätsprogramm – mit Fokus auf Luftreinhaltepolitik und Emissionsreduktion – zu einem netto-Abkühlungseffekt von lediglich minus 0,03 Grad gegenüber einem Szenario ohne zusätzliche Maßnahmen.

Die Forscher unter der Leitung von Bin Zhao erklären, dass die Reduktion von Luftschadstoffen wie Schwefeldioxid einen Kühlwirkung erzeugt, die sich im Gegensatz zu den CO2-Reduktionsmaßnahmen ausgleicht. Dadurch wird der gewünschte Klimawirkung von Chinas Netto-Null-Ziel stark eingeschränkt. Bis 2070 bleibt eine statistisch signifikante Abkühlung nicht erkennbar, da die Kühlwirkung der Luftreinhaltepolitik genau abgegolten wird.

Interessant ist, dass erst nach etwa 2100 eine klare Netto-Abkühlung von minus 0,21 Grad gegenüber dem Vergleichsszenario erwartet wird. Die Tsinghua-Forschung zeigt deutlich: Selbst bei extrem strengen Maßnahmen bleibt die tatsächliche Abkühlung gering – und dies unterstreicht die Illusion der chinesischen Klimapolitik.

Gleichzeitig hat die Europäische Union jährlich bis zu 695 Milliarden Euro für ihre Energiewende vorgesehen. Die Investitionen sind dreimal höher als in den Jahren 2011–2021 und unterstreichen die riesige Kostenstruktur der Klimaschutzmaßnahmen.

Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass Chinas Ansatz zur Klimaneutralität bis 2070 nur minimalen Einfluss auf das globale Klima hat – und dies ohne jegliche signifikante Abkühlung.