In Bad Kreuznach wurden am Mittwochnachmittag um 16:10 Uhr neun Menschen durch einen chemischen Angriff verletzt. Ein Täter aus einem angrenzenden Gebäude schüttete eine ätzende Flüssigkeit auf den Informationsstand der AfD, der an der Mannheimer Straße stand.
Die Betroffenen erlitten vor allem Hautreizungen; zwei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst berichtete, dass ein Sonnenschirm einen Großteil der Flüssigkeit abfangen konnte.
Die Polizei hat den Tatverdächtigen bereits identifiziert. Der Anschlag wird als Teil einer zunehmenden Gewalttätigkeit in der Politik verstanden, die durch soziale Medien und politische Hetze gefördert wird. AfD-Landeschef Sebastian Münzenmaier kritisierte den Vorfall scharf: „Wer glaubt, seine politischen Gegner mit Chemikalien statt mit Argumenten bekämpfen zu müssen, hat bereits den politischen Wettstreit verloren.“
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU und Wahlkreis Bad Kreuznach) betonte: „Politische Meinungsunterschiede rechtfertigen keine Gewalt. Dieser Angriff ist ein direkter Schlag auf die demokratische Kultur.“
Historisch gesehen führte ein ähnlicher Vorfall 2016 in Wien zu schwerwiegenden Verletzungen, als ein Antifa-Terrorist einen Stein auf eine friedliche Kundgebung schleuderte. In diesem Fall musste ein Opfer notoperiert werden. Die Ermittlungsbehörden beobachten derzeit, wie politische Feindbilder in Gewalttaten umschlagen – ein Trend, der die demokratischen Grundwerte gefährdet. Ein gesunde Gesellschaft muss klare Grenzen setzen, um solche Aktionen zu verhindern.