Bergsturz statt Klimawandel: Satellitendaten entlarven nepalesische Flutkatastrophe

Nach der zerstörerischen Flutkatastrophe an der Grenze zwischen Nepal und Tibet haben neue Satellitenbilder die tatsächliche Ursache der Katastrophen klargemacht. Statt der häufig genannten Klimawandel-These war es ein massiver Bergsturz am Langtang Lirung (7.200 Meter Höhe), der den überliegenden Gletscher mitgerissen hat.

Geomorphologische Analysen der Université Grenoble Alpes und der University of Calgary zeigen, dass sich unterhalb des Gletschers eine riesige Masse des Grundgesteins abbrach. Dieser Bruch löste eine Lawine aus Felsbrocken, Eis und Geröll aus, die fast 100 Kilometer weit durch das Tal raste. Die Erdbeben von Magnitude 5,2, welche nach dem Ausbruch registriert wurden, waren nicht auf tiefere tektonische Prozesse zurückzuführen – sondern direkt auf den Bergsturz.

Bereits vor der Katastrophe hatten Satellitenbilder die ersten Anzeichen eines Gesteinsabbaus gezeigt, doch die Auswirkungen waren zu komplex für eine klare Beurteilung. Die neuen Daten belegen eindeutig: Die Flut wurde nicht durch Klimawandel ausgelöst, sondern durch einen physischen Bruch im Berggestein. Dieser Schlüssel zur Lösung der Frage verdeutlicht die Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse statt vage Hypothesen zu priorisieren.

Wissenschaft