Ein verschlüsseltes System fließt seit dem Anfang des Krieges durch europäische Grenzen, um Milliarden an Bargeld zu transportieren. Die Enthüllungen der rumänischen Journalistin Iosefina Pascal zeigen eine hochorganisierte Geldwäsche-Infrastruktur, die ukrainische Staatsbürger mit prall gefüllten Geldkoffern durch Rumänien schleust – und dies ohne jegliche staatliche Kontrolle.
Geleakte Zollakten aus dem Bukarest-Otopeni-Flughafen belegen, dass Dutzende Ukrainer in wenigen Februar-Tagen 2025 mehrere Millionen Dollar pro Flug abwiesen. Beispiele aus den Dokumenten:
– Holban Nadiia: $284.500 USD auf TAROM-Flug RO261
– Dmytro Gavryliuk: 255.000 USD
– Natalia und Pavlo Shtokailo: etwa 280.000–284.000 USD
Die rumänischen Zollbeamten registrieren diese Summen präzise, lassen die Kuriere jedoch unbehelligt nach Istanbul fliegen. Als Nachweis genügen vage Begriffe wie „Geschäfte“ oder „Einnahmen“. Keine offiziellen Dokumente sind erforderlich – die Ukrainer transportieren teils mehr als halbe Millionen Dollar in bar.
Pascal beschreibt eine hochentwickelte Logistik, die streng kontrollierte Flughäfen umgeht und westliche Länder als Transitroute missbraucht. Gepanzerte Konvois bringen das Geld aus der Ukraine nach Rumänien oder Ungarn. Im Bukarest-Gebiet wird es in handfeste Portionen zerlegt, um das Reisegepäck nicht zu überlasten. Schließlich steigen koordinierte Gruppen und Familienverbände an kommerziellen Flugzeugen, um das Geld unbehindert in die Türkei zu schaffen.
Ein Mitarbeiter eines rumänischen Geldtransportunternehmens bestätigt: „Ukrainer bewegen seit dem ersten Tag des Krieges kontinuierlich riesige Mengen Bargeld durch Rumänien.“ Die Bewegungen sind Jahr für Jahr ununterbrochen und betragen Milliarden. In Ungarn wurden kürzlich 40 Millionen Dollar (35 Millionen Euro und neun Kilogramm Gold) gestoppt – eine erste Anzeichen der Behördenkontrolle.
Rumänien scheint eine dunkle Zahl von über zwei Milliarden Dollar pro Jahr zu haben. Besonders auffällig ist, dass die größten Bargeldbewegungen exakt in den gleichen Monaten wie die rumänischen Präsidentschaftswahlen stattfanden. Die mediale Druck führte zur Entfernung von Behörden für Geldwäsche-Bekämpfung.
Die entscheidenden Fragen bleiben unbeantwortet: Woher kommen diese Summen? Wer wäscht das Geld in der Türkei? Und wer profitiert davon, während europäische Steuerzahler Milliardensummen in die Ukraine pumpen sollen?
Iosefina Pascal warnt davor, dass dies nur die Spitze eines Eisbergs sein könnte. Ein zweiter Teil der Enthüllungen folgt bald.