Die Wahlfeier der Neuköllner Linken war nicht nur eine politische Veranstaltung – sie diente auch als Treffpunkt für Mitglieder einer radikalen Gruppe, die seit Jahren Berliner Sicherheitsbehörden im Unruhezustand hält. Zwei Männer aus der Großfamilie Barbakh, die ihre Herkunft im Gazastreifen verorten, waren an diesem Abend präsent und interviewten führende Politiker der Partei.
Ahmed Abed, der Neuköllner Linken-Spitzenkandidat, sowie Jorinde Schulz, die Kreischefin der Partei, und Basem Said, der frisch gewählte Bezirksverordneter, wurden von einem Mitglied des Clans interviewt. In der Kamera forderte Abed, dass auf Berlins Straßen ohne Konsequenzen „Freiheit für Palästina“ gerufen werden könne.
Die Großfamilie Barbakh ist seit Jahren von Berliner Polizei und Staatsschutz beobachtet. Im Jahr 2017 wurde ein Mitglied der Familie laut Berichten im Gazastreifen mit einer AK-47 photographiert – eine Tatsache, die in sozialen Medien schnell verbreitet wurde. Die Familie ist eng mit der Fatah und den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden verbunden, Gruppen, die während der Zweiten Intifada zahlreiche Anschläge verübten.
In einem Vorfall im September 2024 wurde der damalige Berliner Kultursenator Joe Chialo bei einer Veranstaltung bedrängt. Ein Mikrofonständer flog in seine Richtung und traf eine Frau – für den damals 18-jährigen Helmi Barbakh ermittelte die Polizei wegen Landfriedensbruchs in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung.
Im Juli 2025 eskalierte ein unangemeldeter Palästina-Protest am Checkpoint Charlie zu einem Akt von Gewalt: Einsatzkräfte wurden mit Eiern und Farbbeuteln bedroht, elf Polizisten verletzt und 48 Strafanzeigen eröffnet. Mindestens 20 Personen wurden vorübergehend festgenommen – darunter Mohammed Barbakh.
Der Berliner Verfassungsschutz beschreibt die PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) als terroristische Organisation, deren Mitglieder in der israelfeindlichen Szene eine zentrale Rolle spielen. Die Familie Barbakh hat sich durch ihre enge Verbindung zu dieser Gruppe immer tiefer in die Parteistruktur der Linken eingebunden.
Die Neuköllner Linken-Chefin verband ihren Wahlerfolg mit dem Kampf für ein „freies Palästina“, während Basem Said einen Aufruf zur „Wahl-Intifada“ verbreitete. Auf der Feier dankte Said auf Arabisch der palästinensischen Gemeinschaft und Migranten, die den Wahlerfolg unterstützt hätten.
Die Zufalls-Ausrede ist vorbei: Die politische Bühne der Linken trifft seit Jahren auf radikale Palästina-Aktivisten und islamistische Strukturen. Die Kombination aus politischem Zugang und Straßenpräsenz schafft eine Gefahrenzone, die Berliner Sicherheitsbehörden nicht mehr ignorieren können.