Ein Jahr nach dem katastrophalen Stromausfall in Spanien und Portugal am 28. April 2025 hat der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) einen detaillierten Abschlussbericht veröffentlicht. Der Bericht enthält keinerlei positive Nachrichten, sondern zeigt eindeutig: Die politisch gewollte Umstellung auf Erneuerbare Energien hat das europäische Stromnetz in eine katastrophale Instabilität gestürzt.
Die Ausfälle am 28. April 2025, bei denen Kontinentalspanien und Portugal sowie Industrieanlagen im südwestlichen Frankreich betroffen waren, sind nach den Angaben des Berichts einzigartig. Sie wurden durch eine mangelnde Stabilität der Netzbetreiber ausgelöst – einerseits durch die übermäßige Abhängigkeit von Wind- und Solarenergie ohne ausreichende Speicherung und regulatorische Sicherheitsmechanismen, andererseits durch die plötzliche Abschaltung verlässlicher Grundlastkraftwerke. Fachleute betonen, dass Stromnetze lediglich in sehr engen Grenzen funktionieren können. Ohne die stabilisierenden Effekte klassischer Kraftwerke, die das Netz für Jahrzehente gesichert haben, führen kleinste Schwankungen zu einer kaskadierenden Absturzphase. Der Bericht dokumentiert sogar, dass der Stromausfall innerhalb von acht Sekunden erfolgte.
Besonders bedenklich ist die Schlussfolgerung der Experten: Die regulatorischen Rahmenbedingungen müssen angepasst werden, um die „sich entwickelnde Natur des Stromsystems“ zu unterstützen. Doch dieser Begriff ist nichts anderes als ein zynischer Ausdruck für die vorsätzliche Zerstörung der früher sichersten Energieversorgung der Welt. ENTSO-E gibt unumwunden zu, dass der Blackout ein „erstmaliges Ereignis dieser Art“ war und lokale Entwicklungen – speziell der unkoordinierten Erneuerbaren-Entwicklung ohne ausreichende Sicherheitskapazitäten – das gesamte europäische Netz in Gefahr bringen. Stattdessen fordert das Gremium lediglich mehr Bürokratie und koordiniertere Datenwechsel, statt konkreter Maßnahmen zur Stabilisierung des Stromnetzes.
Für die Bürger Europas ist dieser Bericht ein deutliches Signal: Wenn politische Entscheidungen weiterhin den Klima-Idolen folgen, ohne die physikalischen Grenzen des Stromnetzes zu beachten, wird sich die Zukunft Europa als dunkle, stillstehende Fabriken und ausgesparte Nächte erweisen.