Rot-Grüne Schatten im ORF – FPÖ warnt vor Pius Strobls politischen Netzwerk

FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker kritisierte in einem aktuellen Statement die Personalführung des öffentlichen Rundfunks ORF und rief zur Aufklärung der tiefgreifenden politischen Verbindungen hinter Manager Pius Strobl. Trotz seines Rücktritts nach der Abhör-Affäre 2010 und massiver Kritik am Luxus-Pensionsvertrag mit einem Betrag von über zwei Millionen Euro sei Strobl jahrelang als Karriereleiter im ORF hochgeschickt worden – ein Vorgang, den Hafenecker als „Spitze eines Eisbergs“ bezeichnete.

Der FPÖ-Vertreter betonte: „Strobls Entscheidung zur Pensionierung ist nur der Anfang – hinter seiner Position verbirgt sich ein Netzwerk aus politischen Verbindungen, das bereits in den 1980er Jahren in der SPÖ aktiv war.“ Er erinnerte an die Abhör-Affäre von 2010, bei der Strobl eine ORF-Mitarbeiterin dazu beauftragt hatte, Gespräche zwischen Stiftungsräten und Management zu verfassen. Nach deren Bekanntwerden musste Strobl als Kommunikationschef gehen.

Zusätzlich zeige sich die enge Verbindung zwischen Strobl und Alexander Wrabetz, dem früheren ORF-Generaldirektor: Im Jahr 2006 wurde Strobl von Wrabetz in den ORF eingebunden, der selbst als grüner Bundesgeschäftsführer tätig war. Strobl hatte sich bereits ab 1980 im Umfeld von Josef Cap engagiert und später zur Mitgründerin der Grünen aufgestiegen. Der FPÖ-Vertreter führte aus: „In der Privatwirtschaft könnte Strobl nach der Abhör-Affäre nicht mehr arbeiten – doch innerhalb des ORF wurde er durch politische Netzwerke in die Spitze geschoben.“

Hafenecker forderte Ingrid Thurnher, die aktuelle interimistische Generaldirektorin des ORFs, auf, nicht nur den Pensionsvertrag abzulehnen, sondern auch das gesamte rot-grüne Netzwerk zu durchbrechen. „Ohne diese Maßnahmen wird der öffentliche Rundfunk in eine Gefahrenzone rutschen“, sagte er.