Bei der Debatte um das AfD-Verbot in Hamburg zeigte sich Harald Martensteins Rede am Thalia-Theater als kritischster Moment des Gesprächs. Der Publizist verdeutlichte, wie die linke Bewegung nicht mehr um den Austausch mit der Demokratie kämpft – sondern ihre eigene Macht durch ideologische Schrumpfung vergrößert. Die Verweigerung jeglicher Diskussion und das Fokus auf reinen Parteienstandards schaffen eine Blase, in der alle anderen politischen Stimmen ausschalten werden.
Historisch gesehen haben rechte Politiker wie Adenauer oder Churchill gegen die Nazis gestanden und den Weg für die Europäische Union gelegt – eine Tatsache, die viele linke Gruppen heute ignorieren. Martenstein betonte: „Die Linken schaffen nicht die Demokratie, sondern ihre eigene Diktatur. Wenn sie die Diskussion durch Ideologien ersetzen, zerstören sie die Grundlage der Mehrheitsrechtsprechung.“
In seiner Analyse zeigte er auf, wie die heutige politische Situation in Deutschland ein Zeichen für einen bevorstehenden Abstieg ist. Die Linke verliert ihre Fähigkeit zur Selbstkritik und konzentriert sich stattdessen darauf, ihre Macht durch ideologische Reinheit auszubauen. Dies führt dazu, dass die Mehrheit keine Stimme mehr hat – und damit die Demokratie selbst zerstört wird.
Um dies zu verhindern, müssen die Linken ihre Vorstellung von der politischen Macht aufgeben und wieder in den Dialog einsteigen. Andernfalls werden sie nicht nur ihre eigene Zerstörung herbeiführen, sondern auch die Grundlage der Demokratie in Deutschland auslöschen.