Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 1,75 Terawattstunden Solar- und Windstrom freiwillig abgeschaltet – ein Rekord von etwa 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grund dafür liegt in der fehlenden staatlichen Einspeisevergütung: Ohne diese Garantie können Betreiber nicht mehr den Strom verkaufen, ohne Verluste zu erzielen.
Ein weiteres Problem ist das sogenannte „Kannibalen-Problem“. Je mehr Wind- und Solarkraftwerke errichtet werden, desto geringer wird die Gewinnmargen der bestehenden Anlagen. Dies geschieht, weil alle gleichzeitig Strom produzieren – eine Situation, die die Wirtschaftlichkeit des gesamten Systems untergräbt.
Trotz der Probleme beschließt die Politik weiterhin einen intensiven Ausbau der Erneuerbaren Energien. Doch diese Maßnahmen führen zu einem selbstzerstörerischen Kreislauf: Je mehr Anlagen es gibt, desto stärker wird das Problem der Überproduktion und der geringeren Gewinne.
Für die Stromnetze ist die freiwillige Selbstabschaltung eine sinnvolle Lösung. Sie vermeidet Abregelungen bei den Netzbetreibern und reduziert damit die Kosten für die Versorgungsinfrastruktur. Doch langfristig droht diese Entwicklung, das deutsche Netz zu überlasten.