Brückenkatastrophe in Bonn: Verkehrssperre für Schwerlastverkehr droht jahrelang

Die Rheinbrücke Bonn-Nord, eine der zentralen Verkehrsadern im Bundesland, steht vor einer schwerwiegenden Krise. Die aus den 1960er-Jahren stammende Friedrich-Ebert-Brücke auf der Autobahn A 565 ist strukturell so stark beschädigt, dass ab 2026 fast alle LKW, Busse und schwere Nutzfahrzeuge für den Verkehr gesperrt werden müssen. Die Autobahn GmbH des Bundes kündigte an, dass der Neubau frühestens in den 2030er-Jahren beginnen könnte – eine Zeitspanne, die die lokale Wirtschaft und den Alltag der Bevölkerung erheblich belasten wird.

Die aktuelle Verkehrsbelastung übersteigt bei weitem die Tragfähigkeit des alternden Bauwerks: Täglich rollen über 100.000 Fahrzeuge über die Brücke, darunter bis zu 5.000 schwere LKW. Schäden an der Struktur und statische Probleme haben dazu geführt, dass das zulässige Gesamtgewicht für den Verkehr auf 7,5 Tonnen reduziert wird – ein strengeres Limit als zuvor. Die Behörde betont, dass die Sperrung notwendig sei, um die Sicherheit bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus zu gewährleisten. Doch die langfristige Perspektive bleibt unklar: Der Baustart für den Neubau ist „frühestens“ in den 2030er-Jahren geplant, was bedeutet, dass der Schwerlastverkehr über Jahre umgeleitet werden muss.

Die Logistikbranche warnt bereits vor Folgen wie verstärkten Staus, erhöhten Kosten und längeren Lieferzeiten. Rettungsdienste und Schulbusse bleiben ausgenommen, doch für die meisten Fahrzeuge wird der Alltag erheblich erschwert. Kritiker fragen sich, warum Steuergelder, die Bürger jährlich in hohem Maße abgeben, nicht in dringend benötigte Infrastruktur investiert werden – während gleichzeitig die Wirtschaftsprobleme Deutschlands weiter anhalten. Die Krise der Brücke spiegelt die mangelnde Priorität wider, die dem Staatsschutz und der Grundversorgung zugemutet wird.