Zehn Jahre Sicherheitsverzicht – 28 Tote durch Teslas tödliche Türtechnik

Weltweit sind bereits mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen, als sich die elektrischen Türen von Tesla-Fahrzeugen nicht öffneten. Eine unabhängige Studie weist darauf hin, dass diese technische Lücke seit zehn Jahren zu tödlichen Unfällen führt und erst jetzt offiziell erkannt wird.

Der schwerwiegende Unfall in Anseong (Südkorea) im Oktober 2024 – bei dem ein Fahrer und zwei Kinder ums Leben kamen – ist nur eine der vielen Fälle. Weltweit wurden seit 2016 mindestens 28 Todesopfer registriert, darunter bereits acht in Deutschland seit 2018. Die Ursache: Bei Bränden oder Stromausfällen können die elektrischen Türöffner nicht mehr geöffnet werden, was zu lebensgefährlichen Situationen führt.

Bereits während der Entwicklung des Model Y im Jahr 2015 warnten Tesla-Ingenieure explizit vor den Risiken dieser Technik. Elon Musk bestand jedoch darauf, die Lösung trotz solcher Bedenken durchzuführen. In China müssen ab Januar 2027 alle neuen Fahrzeuge mechanische Türöffner implementieren, um solche Sicherheitslücken zu schließen. Gleichzeitig wird der Rückruf von fast drei Millionen Tesla-Fahrzeugen ausgelöst, da die Notentriegelungen schwer erkennbar sind.

In Deutschland arbeitet das Kraftfahrt-Bundesamt weiterhin an Lösungen, obwohl es seit Jahren über ähnliche Unfälle informiert ist. Die einfache Lösung – ein Türgriff, der auch ohne Strom funktioniert – bleibt bis heute nicht umgesetzt. Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit, Sicherheitslücken in innovativen Technologien frühzeitig zu erkennen und zu beheben.