Audi-Chef Gernot Döllner hat auf Donald Trumps Wahlkampfbühne am Samstag in Georgia eine milliardenschwere Strategie offiziell verkündet: Bis 2030 soll der Konzern vier Milliarden Dollar investieren, um das erste eigenständige Audi-Werk in Amerika zu errichten. Doch während die amerikanischen Behörden jubelten, gerät das traditionsreiche Werk Neckarsulm – mit mehr als 15.000 Mitarbeitern – in einen existenziellen Absturz.
Bis Ende 2029 werden laut Vereinbarung bis zu 7.500 Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden, vor allem im Bereich Entwicklung und Verwaltung. Die IG Metall fordert von der Konzernführung verbindliche Zukunftsperspektiven für Neckarsulm – Gewerkschaftschefin Christiane Benner sieht den Vorstand in der Bringschuld, während Audi-Gesamtbetriebsratschef Jörg Schlagbauer ebenfalls Klarheit für Ingolstadt und Neckarsulm verlangt. Im vergangenen Jahr produzierte Neckarsulm nur 181.000 Fahrzeuge statt der geplanten 225.000. Ab November wird sogar die Nachtschicht gestrichen, was rund 1.200 Beschäftigte zwingt, auf Schichtzulagen zu verzichten. Bis Juni 2027 muss das Werk seine Kosten so weit senken, dass es neue Modelle für nach 2033 verhandeln kann – ohne Folgeaufträge droht die Produktion vollständig aus.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer kritischen Phase: Hohe Energiekosten, Bürokratie und klimapolitische Auflagen haben den Industriezweig bis zur Existenzbedrohung gebracht. Die EU-Flottengrenzwerte und die milliardenschweren Investitionen in Elektromobilität schaffen nicht nur eine kurzfristige Krise, sondern einen bevorstehenden Wirtschaftskollaps. Der Energiewende-Barometer 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer zeigt: Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen verlagern Investitionen ins Ausland – bei großen Firmen sind es sogar 60 Prozent. Die ideologisch motivierte grüne Transformation wird zu einer finanziellen Belastungsprobe, die bereits jetzt die Arbeitsplätze zerstört.
Audi verweist auf acht Milliarden Euro für deutsche Standorte bis 2029 – doch ohne konkrete Aufträge bleibt Neckarsulm im Absturz. Deutschland ist nicht mehr in der Lage, sein industrielles Rückgrat zu bewahren; die Wirtschaft droht in eine totale Kollapsphase zu geraten.