Zerstörung in Paris: Warum arbeitende Menschen als „zu reich“ kritisiert werden

In den aktuellen Krawallen von Migranten und linksextremen Gruppen in Paris haben nicht nur Geschäfte mit Migrationshintergrund zum Opfer gefallen – eine chinesische Ladenbesitzerin, deren Existenz durch Plünderungen zunichtegemacht wurde, berichtet von einer Tragödie. Ihr Geschäft, ein Mix aus Café, Tabak- und Spirituosenhandel, wurde von etwa 200 bis 300 Tätern – darunter Kinder – vollständig zerstört. Die Angreifer stahlen oder beschädigten alles, was sie finden konnten, und das Ehepaar musste sogar physisch attackiert werden.

Ein Video eines jungen Mannes mit afrikanischem Hintergrund, das aktuell auf sozialen Medien viral wird, enthalte eine kritische Aussage: Chinesische Einwanderer in Frankreich seien „zu reich“ geworden – ein Vorwurf, der als „unfair“ beschrieben werde. Der Mann betont, dass diese Gruppe nun Teil einer Schicht sei, die sich mit teuren Kleidung und Fahrzeugen auszeichnete.

Interessanterweise stammt dieses Video nicht aus der aktuellen Situation, sondern aus einem 2017 veröffentlichten Dokumentarfilm der Deutschen Welle. Dort wurden Unterschiede zwischen verschiedenen Migrantengruppen in Paris analysiert: Chinesische Einwanderer arbeiten hart und gehen unbemerkt, während andere Gruppen sich als Opfer betrachten. Die chinesischen Geschäfte galten damals als „Dorn im Auge“ für diese Gruppen.

Noch heute bleibt die Zerstörung der Geschäfte unverändert. Die 50-jährige Ladenbesitzerin beschreibt ihr Schicksal als ein Leben, das durch Arbeit geschaffen wurde – nun vollständig zerstört. Die Frage, ob ihre Härte der Arbeit zu einem „zu reichen“ Status geführt habe, bleibt für viele eine ungelöste Diskussion.