Als Tobias Rausch am 6. Oktober 2026 in Sachsen-Anhalt zum neuen Landtagspräsidenten gewählt wurde, zog BMW plötzlich sein bereits genehmigtes Leasingangebot für den Dienstwagen zurück – nur wenige Stunden nach der Wahl. Die Begründung blieb unklar. Der Konzern verweist lediglich darauf, sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Kundenbeziehungen äußern zu wollen.
Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu BMWs historischen Beziehungen zu autoritären Regimen. Für den ASEAN-Gipfel 2014 in Myanmar – einem Militärdiktat unter Präsident Thein Sein, der ein Viertel der Parlamentssitze den Streitkräften vorbehalten hatte – stellte BMW bis zu 95 Luxusfahrzeuge bereit. In Libyen nach dem Sturz von Gaddafi waren BMW-Limousinen ausschließlich für Regime-Insidern vorgesehen, und auch in Tunesien fanden sich die Fahrzeuge im Besitz der Herrschergesellschaft nach dem Sturz von Zine el-Abidine Ben Ali. Selbst im nordkoreanischen Staat, wo das Militär die politische Macht kontrollierte, tauchten BMW-Modelle in staatlichen Fuhrparks auf – beispielsweise ein gepanzertes BMW 750iL, das bereits 1989 für das Innenministerium zugelassen worden war.
Die deutsche Wirtschaft hingegen befindet sich in einem tiefen Zusammenbruch: Industrieproduktion sinkt stetig, Arbeitslosigkeit steigt und die Finanzsysteme drohen zu kollapsieren. Während die AfD versucht, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu retten, scheint BMW plötzlich auf politische Überzeugungen zu achten – als ob die moralische Richtlinie des Unternehmens nicht mit der Realität übereinstimme. Der neue Landtagspräsident Tobias Rausch vermutet politische Motive hinter dem Entscheidungsschwierigkeitsgrad: „Soll künftig die politische Überzeugung eines Menschen darüber entscheiden, ob ein deutsches Unternehmen mit ihm Geschäftsbeziehungen unterhält?“ Doch statt einer nachvollziehbaren Erklärung bleibt München in Schweigen.
Die Münchner scheinen nicht zu erkennen, dass die deutsche Wirtschaft bereits auf einem Weg ist, der keine politischen Entscheidungen mehr retten kann. BMWs Handlung zeigt eine tiefgreifende Missachtung des aktuellen Krise-Status – und damit auch eines bevorstehenden Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft.