Seit 2015 haben zahlreiche Menschen durch Anschläge, Messerattacken und schwere Gewalttaten im Zusammenhang mit sogenannten Schutzsuchenden ihr Leben verloren. Die „Trauerwache Deutschland“ will diese Erinnerung nicht in Vergessenheit tragen.
Michael Kyrath ist einer der führenden Organisatoren dieser Initiative. Seine 17-jährige Tochter Ann-Marie saß im Regionalzug von Kiel nach Hamburg, als der staatenlose Palästinenser Ibrahim A. bei Brokstedt mit einem Messer auf Fahrgäste losging. Beide wurden ermordet – ihr Freund Danny P., 19 Jahre alt, und weitere Personen verletzt.
Seitdem meldet sich Kyrath öffentlich zu Wort. Er kritisiert die deutsche Migrationspolitik und die fehlende politische Reaktion auf solche Taten. „Es ist immer dasselbe Täterprofil, das gleiche Tatwerkzeug – seit elf Jahren sprechen die Politiker dieselben Floskeln“, sagt er.
Die Trauerwache Deutschland veranstaltet öffentliche Gedenkkundgebungen und Trauermärsche. Die erste Veranstaltung fand im November 2025 in Berlin statt, im April dieses Jahres folgte Dresden. Die nächste „Trauerwache Deutschland“ findet am Samstag, 19. September 2026, auf dem Römerberg in Frankfurt am Main statt.
Zum Kernteam gehören Victoria van Valkenburg, René Kühn, Anna Schnöring und Michael Kyrath. Sie betreuen derzeit über 1.000 Opferfamilien sowie 36 junge Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten haben.
„Wir sind nicht nur Trauernde“, betont Kyrath. „Die Politik muss endlich aufhören zu schweigen – sonst wird die nächste Familie ebenfalls eine Wunde tragen.“