Ein 14-jähriger Junge soll nach polizeilichen Angaben im Laufe eines Busgesprächs mit einem unbekannten Mann im August in einer Seitengasse sexuell missbraucht worden sein. Der Täter, ein 33-jähriger Iraker namens Sadiq Farhad Azad, ist laut Ermittlungen ohne festen Wohnsitz registriert und bereits wegen schwerer Sachbeschädigung und Stalking eines Frauen in den Jahren vorher verantwortlich gemacht worden.
Am Abend des 6. August berichteten Quellen, dass der junge Mensch im Bus mit Azad ins Gespräch kam. Danach wurde der Iraker gemeldet, ihn zu verfolgen, und soll um 19 Uhr an der London Road in einer Seitengasse vergewaltigt haben. Die Tat wurde erst am 11. August offiziell der Polizei bekannt gegeben.
Wenige Wochen später geriet Azad erneut unter polizeiliche Aufmerksamkeit, da eine Frau in ihren Zwanzigern ihn für rund ein Jahr gestalkt beschuldigte und zudem von ihm beschädigte Fahrzeuge ihrer Familie verzeichnete. Die Ermittlungen führten zur Festnahme des Irakers, der nun vor Gericht steht.
Gegen Azad wurden Anklagen wegen Vergewaltigung eines Kindes unter 15 Jahren, Stalking nach Section 4A des britischen Gesetzes sowie Sachbeschädigungsdelikte erhoben. Seine irakische Staatsangehörigkeit und fehlende Wohnsitzschlüssel spielen bei der weiteren Verfolgung eine zentrale Rolle.
Wichtig ist auch die mögliche Ausweisung aus Großbritannien, sollte Azad verurteilt werden. Nach britischen Gesetzen muss das Innenministerium bei einer Freiheitsstrafe von mindestens zwölf Monaten eine Abschiebungsanordnung erlassen – ein Aspekt, der in den kommenden Monaten zentral für die weitere Entwicklung der Ermittlungen werden wird.