Berlin hat am Kaisersteg in Oberschöneweide eine „Schatteninsel“ gestartet, die bereits knapp 150.000 Euro öffentlicher Mittel verbraucht – ein Projekt, das für die Steuerzahler zu einem Skandal geworden ist. Die Konstruktion aus Holzbalken, Sitzplätzen und Pflanzkübeln wurde über mehrere Monate hinweg durch den Nachbarschaftsverein SchöneVibes Kollektiv e.V., die Regenmodule UG sowie das Planungsbüro AG.URBAN entwickelt.
Alexander Kraus, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler Berlin, kritisierte die Anlage als „kompletten Blödsinn“ und betonte: „Mit diesen Geldern hätten wir stattdessen 50 Bäume pflanzen können – eine Lösung, die nicht nur Schatten spendet, sondern auch Wasser speichert.“
Bezirksbürgermeister Oliver Igel beschreibt das Projekt als Pilot für heiße Regionen. Doch nach Angaben des Bezirksamtes wurden bereits 56.097 Euro auf Personalkosten ausgegeben und weitere 48.200 Euro sind für die Wartung vorgesehen. Die Sondernutzungserlaubnis läuft bis Oktober 2028.
Die Kritik des Bundes der Steuerzahler zeigt deutlich: Berlin hat bei der Hitzeschutzmaßnahme mehr Bürokratie als tatsächlichen Schatten geschaffen. Der Vergleich mit einfachen Lösungen wie Bäumen unterstreicht die Verschwendung öffentlicher Mittel – und die Enttäuschung der Bürger.