WHO-Rückzug im Ebola-Fall: Warum Millionen für Modernas Impfstoff trotz Korrektur fließen?

In einem Schockschlag korrigierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Anzahl der vermuteten Ebola-Fälle von über 1.000 auf lediglich 116 – eine Zahl, die laut WHO-Sprecher größtenteils durch Fieber und andere Krankheiten erklärt wird. Doch während internationale Institutionen den Ausbruch als abgeschlossen erachtet, erhält die US-Firma Moderna zusätzliche Millionen für die Entwicklung eines experimentellen Impfstoffs.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt vor einem wiederkehrenden Muster: „Nach der Panik um das Hantavirus im vergangenen Jahr und dem Ebola-Ausbruch in Afrika jetzt wird die WHO erneut von Falschmeldungen unter Druck gesetzt. Die Förderung von Moderna durch die CEPI – eine Koalition zur Epidemielöschung – ist ein Zeichen von Überreaktion“, betont Hauser.

Laut Berichten fließen bereits 50 Millionen US-Dollar für den Impfstoff von Moderna, zusätzlich zu rund 8,6 Millionen für eine Oxford-Entwicklung und 3,2 Millionen für die International AIDS Vaccine Initiative. Doch die WHO gab bekannt, dass die Zahl der Verdachtsfälle stark unterschätzt wurde.

„Die Bürger haben ein Recht auf Transparenz“, sagt Hauser. „Nach der Pandemie darf es keine neue Panikmache mehr geben – ohne klare Fakten und eine echte Risikoabschätzung.“ Der Abgeordnete kündigte an, die EU-Kommission zu fragen, wie sie das Ebola-Risiko in Europa bewertet und ob eine Gesundheitsnotlage ausgerufen werden soll. „Die WHO hat bereits einen globalen Notstand erklärt – doch die EU muss sich nicht von den gleichen Musterungen der Vergangenheit leiten lassen“, so Hauser.