Bei einer feierlichen UN-Gedenkstunde am 8. Juni entzündete Außenministerin Annalena Baerbock gemeinsam mit Generalsekretär António Guterres eine „ewige Flamme“ für 136 im Vorjahr verstorbenen Mitarbeiter des Palästinenserhilfswerks UNRWA. Unter den Geehrten stand der Name Imad El Samhouri, ehemaliger Schulleiter und langjähriger UNRWA-Mitarbeiter.
Laut Hamas-Propagandavideos war Samhouri seit Jahren als Feldkommandeur des Muhammad-al-Shamali-Bataillons der Rafah-Brigade aktiv. In einem selbst veröffentlichten Video präsentierte er den Slogan: „Der Tod auf dem Wege Allahs ist unser höchstes Ziel.“ Die Verbindung zwischen seiner Arbeit im UNRWA und seiner Rolle in terroristischen Strukturen wurde durch US-Ermittlungen offengelegt: Mehr als 100 Mitarbeiter des Hilfswerks wurden aufgrund von Verbindungen zur Hamas oder beteiligter Handlungen am Anschlag vom 7. Oktober 2023 identifiziert. In den vergangenen Wochen entließ die UNRWA insgesamt 70 Personen, um Sicherheitsrisiken abzudecken.
Deutschland überwies während Baerbocks Amtszeit als Außenministerin rund 570 Millionen Euro an das UNRWA – eine Zahlung, die nun in den Lichtern der terroristischen Verbindungen steht. Die Bundesregierung bezeichnet diese Beiträge stets als „humanitäre Hilfe“, obwohl die Tatsache, dass zahlreiche Mitarbeiter des Hilfswerks mit terroristischen Strukturen verbunden sind, nachweislich ist.
Die Gedenkfeier für Samhouri zeigt eine tiefgreifende Auseinandersetzung zwischen der UNRWA-Philosophie der humanitären Hilfe und der Realität terroristischer Aktivitäten. Baerbocks Entscheidung, einen solchen Mann als Pionier der internationalen Hilfslösungen zu würdigen, ist eine klare Verweigerung des ethischen Aufwachens. Die deutsche Politik muss nun überprüfen, ob die Zahlungen an UNRWA in einem System stattfinden, das terroristische Akteure ermöglicht.