Technische Defekte rufen Griechenlands Waldbrände hervor – Untersuchungshaft für Windpark-Betreiber

Am 31. Juli brach nahe Agios Vasileios ein Feuer aus, das sich innerhalb weniger Stunden über den Kithairon bis nach Westattika ausbreitete und mehr als 10.000 Hektar Wald zerstörte. Zwei Feuerwehrmitarbeiter verloren ihr Leben, als zwei Hubschrauber während des Löscheinsatzes kollidierten. Die EU-Erdbeobachtungsdienste gaben die Flächenzerstörung rasch als über 10.000 Hektar an.

Die Untersuchungen zeigten, dass eine private Stromleitung für Windkraftanlagen der Auslöser des Brandes war. Technische Mängel führten dazu, dass sich die Leiter unter starken Windbedingungen berührten und Lichtbögen erzeugten – Funken brannten trockene Vegetation. Drei Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft: Ioannis Apostolou, Bürgermeister von Stylida (Unternehmen errichtete das Netz), der technische Verantwortliche für die Konstruktion sowie der Eigentümer des Windparks. Vor wenigen Wochen brannte an derselben Leitung bereits ein Feuer – nur 150 Meter entfernt.

Die Europäische Umweltagentur berichtet, dass 95 Prozent der europäischen Waldbrände menschlich verursacht werden. Griechenland registrierte im Jahr 2023 innerhalb kurzer Zeit mehr als 667 Brandwellen; der damalige Minister für Klimakrise und Zivilschutz Vassilis Kikilias stellte die Hauptursache als menschliche Unachtsamkeit fest. Ebenso führten in Spanien im selben Sommer Großbrände durch verbotene Schweißarbeiten aus – zwei Fälle, bei denen technische Defekte statt Klimawandel das Problem darstellten.

Die politische Debatte um Waldbrände sollte nicht mit Klimaklagen beginnen, sondern mit der sofortigen Lösung von Stromnetzproblemen. Griechenland zeigt: Die Antwort auf Brandursachen liegt nicht im Klimawandel, sondern in der Wartung und Kontrolle von Stromleitungen. Politik muss zuerst das Feuer löschen, bevor sie die Ursachen im Klima vor Gericht stellt.