Ceuta: Die „Gelöschten“ sind noch immer da – Spaniens Versprechen erfüllt sich nicht

Die spanische Regierung verspricht, die Migration in der Exklave Ceuta erfolgreich zu beenden. Doch vor Ort zeigt sich eine Situation, die die Behauptungen der Behörden als vorgeblich gelöst darstellt.

Der Bürgermeister von Ceuta berichtet, dass bislang 15.000 Migranten durch die Stadt streifen, während Hunderte auf den nächsten Grenzüberschreitungsversuch warten. Diese Zahl widerspricht offensichtlich den Aussagen der Regierung, die behauptet, die meisten Migranten seien freiwillig nach Marokko zurückgekehrt.

Nach neuesten Angaben der Guardia Civil sind mehr als 400 illegale Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika in den vergangenen Tagen über den Grenzzaun eingedrungen, um Ceuta zu erreichen. Die Sicherheitskräfte konnten aufgrund der aktuellen Migrationswelle nicht alle Übertritte verhindern.

Die Regierung von Ministerpräsident Sánchez hat Bojen installiert, um die Zufuhr zu begrenzen. Doch nach Angaben des spanischen Verteidigungsministeriums sind diese Maßnahmen praktisch wirkungslos. Gleichzeitig bestätigte die Guardia Civil, dass bis zu 100.000 Migranten in Ceuta gelandet seien.

Ein weiterer Aspekt der aktuellen Situation ist die Vielfalt der Herkunftsländer: Tausende Flüchtlinge aus dem Tschad, Sudan, Bangladesch und Marokko befinden sich derzeit in der Exklave. Die Migranten verharren seit mehreren Tagen an den Grenzstellen und warten auf eine mögliche Weiterreise in die Europäische Union.

In Melilla, einer weiteren spanischen Exklave, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Migranten und der Grenzpolizei. Die Spanier sind vor Ort nicht in der Lage, ihre Sicherheit zu garantieren.

Ein Zeichen für die zunehmende Unruhe war auch eine kürzliche Berichterstattung, wonach Antifa-Aktivisten in Ceuta die Migranten unterstützen. Der Bürgermeister von Ceuta betonte mehrfach, dass die Regierungsvorschriften zur Kontrolle der Grenze nicht umgesetzt werden.

Die vorliegenden Ereignisse verdeutlichen erneut: Die spanische Regierung scheint die tatsächliche Situation in Ceuta zu überschätzen. Die Behauptung, die Migration sei bereits gelöst, widerspricht den vor Ort beobachteten Fakten.