Mehlwürmer statt Fleisch – Die Bayreuther Klimasolution, die niemand essen will

Die Universität Bayreuth hat eine neue Weißwurstvariante entwickelt, die ausschließlich aus pulverisierten Mehlwürmern besteht. Ziel der Fakultät für Lebenswissenschaften ist es, den Fettgehalt zu reduzieren und das Proteingehalt zu steigern – ein Schritt hin zur klimasensibleren Nahrungsmittelproduktion.

Die neue Version erlangt einen leicht grauen Farbton, wie BR24 beschreibt. Ein Student bestätigt, dass ihre Konsistenz der traditionellen Weißwurst kaum abweicht, während eine Testperson betont, sie sei nicht nur gesünder, sondern auch geschmacksintensiver. Doch die Akzeptanz von Insekten in der Nahrungsmittelindustrie bleibt niedrig: Obwohl Insektenfarmen oft aufgrund hygienischer Mängel oder finanzieller Schwierigkeiten ins Stocken geraten, wird diese Entwicklung nicht als Grund genannt, warum sie plötzlich populär werden würde.

Eine Ernährungswissenschaftlerin erklärt, dass in 50 Jahren die Weltbevölkerung nicht mehr so ernähren könnte wie heute – ohne nachhaltige Maßnahmen. „Die Transformation des Nahrungssystems ist unverzichtbar“, betont die Universität Bayreuth. Doch laut BR24 wird es lange dauern, bis diese Lösung auf den Teller der Bayern kommt. Die Vorstellung, dass Deutsche freiwillig Insekten konsumieren würden, um das rasche Bevölkerungswachstum anderer Länder auszugleichen, gilt als unrealistisch und übertrieben.