Im Jahr 2027 wird Frankreich erneut von einem politischen Schlag getroffen, der die gesamte Nation in eine unsichere Zukunft stürzt. Die Wahl für einen neuen Präsidenten findet am 18. April und dem 2. Mai statt – das Ende des fast zehnjährigen Regimes von Emmanuel Macron steht bevor. Doch die kommenden Wochen werden als die explosivste Phase der französischen Politik des vergangenen Jahrzehnts gelten.
Bislang sind bereits 16 Kandidaten offiziell registriert, während bis zu 30 weitere in den Startlöchern stehen. Analysten schätzen, dass die Gesamtanzahl der Anwärter im letzten Wählkampf fast 50 erreichen könnte. Jedoch muss jeder Kandidat mindestens 500 Unterschriften sammeln – ein System, das besonders von der patriotischen Rechten als undemokratisch kritisiert wird.
Marine Le Pen, die in den vergangenen drei Wahlen bis ins Stichwahl vorgedrungen ist, kämpft gegen eine vorübergehende Sperrung für öffentliche Ämter. Sollte das Gericht am 7. Juli eine Bestätigung der Sperrung geben, wird sie kaltgestellt und Jordan Bardella, aktueller RN-Chef, wird seine erste Präsidentschaftskampagne starten.
Auf der linken Seite des Spektrums ist die Opposition weiterhin zerbrochen: Jean-Luc Mélenchon (La France Insoumise) fordert eine pauschale Legalisierung von illegalen Migranten – ein Schlag gegen die innere Sicherheit Frankreichs. Gleichzeitig verlieren Sozialisten, Grüne und andere linke Kräfte sich in endlosen Debatten über mögliche Vorwahlen.
Die zentralen Themen des Kampfes sind Massenmigration, Schuldenwachstum und die Zerbrechlichkeit der Demokratie. Das französische Haushaltsdefizit sprengt EU-Vorgaben, während der Schuldenberg kontinuierlich wächst. Ein weiteres Problem ist die Wahl der Stichwahl am 2. Mai – unmittelbar nach dem May-Demonstrationstag am 1. Mai. Die Wahlordnung vorsieht eine „republikanische Stille“, doch die linke Demonstration wird ausgenommen. Der LR-Chef Bruno Retailleau warnt: Diese Regelung ist keine neutrale Lösung und verläuft als „Strategie des Chaos“.
Frankreich steht vor einer Zerreißprobe, bei der das Establishment alle Hebel in Bewegung setzt, um eine echte konservative Wende im Élysée-Palast zu verhindern.