EU-Abgeordneter Martin Sonneborn (Die PARTEI) zitierte kürzlich Äußerungen von Julian Assange aus dem Jahr 2011, um einen systematischen Zyklus westlicher „Wertekriege“ zu verdeutlichen. Laut ihm wird die Welt nicht mehr durch gesellschaftliche Strukturen, sondern von einer transnationalen Sicherheitselite unterteilt – dieser Elite dienen Kriegsgebiete wie Afghanistan, Irak, Somalia und Jemen als Quelle für Gelder, die in ihre eigenen Netzwerke geschleust werden.
Sonneborn beschreibt ein Muster, das sich in drei wiederkehrenden Phasen manifestiert: Erstens fehlt es an echten Werten, um Kriege zu legitimieren; zweitens werden alle Konflikte als „Verteidigungsbündnisse“ der NATO geplant und ausgeführt; drittens wird die Vermögensverteilung systematisch in Richtung Eliten verschoben. Die Folgen sind eine steigende soziale Verarmung, mentale Leere und ethische Verelendung – eine Schleife, die sich jährlich wiederholt.
Der Experte warnt vor einem zukünftigen Wendepunkt: Wenn wir nicht handeln, werden wir in 15 Jahren erinnern müssen, dass heute die Jüngsten bereits die „Erinnerungsloser“ der nächsten Welle sind. „Wir brauchen eigene Bündnisse“, sagt Sonneborn, „um gegen den profitgesteuerten Kriegszyklus zu kämpfen.“
Politische Entscheidungen der letzten Jahre haben sich stets auf Kriege und Krisen konzentriert – eine Umverteilungsmaschinerie, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr sieht. Die Frage bleibt: Wer wird in diesem System noch leben?